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Psychiatrisches Pflegeheim

Allgemeines

In den letzten Jahren wurde deutlich, dass die sogenannten Langzeitkranken neue Formen der Pflege, Betreuung, Rehabilitation und Lebensräume benötigen. In psychiatrischen Krankenhäusern waren diese Patienten auf Dauer fehlplatziert, aufgrund ihrer schweren Erkrankung konnten sie aber auch nicht in den häuslichen Bereich zurückgeführt werden. Ein relativ großer Teil dieser in den Langzeitbereichen alt gewordenen Patienten ist so pflegebedürftig, dass eine stationäre Pflege notwendig ist.
Darüber hinaus gibt es Patientinnen und Patienten mit gerontologischer, psychiatrischem und/oder neurologischer Krankheitsgeschichte, die nach einer stationonären Krankenhausaufenthalt der stationären Pflege bedürfen.
Das Psychiatrische Pflegeheim ist eine Einrichtung der stationären Pflege und wird als eigenständiger Betriebsbereich der LVR-Klinik Bedburg-Hau geführt.

Die Einrichtung dient schwerpunktmäßig der Pflege und Betreuung


1. Lage der Pflegeeinrichtung

Das Psychiatrische Pflegeheim liegt auf dem parkähnlichen Gelände der im Jahre 1912 errichteten ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt der Rheinprovinz. Die Einrichtung ist Teil der Gemeinde Bedburg-Hau.

Auf dem Gelände befinden sich:

Von diesen Einrichtungen werden Leistungen für bewegungseingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner von den Pflegegruppen angefordert.

In unmittelbarer Nähe der Einrichtung befinden sich:

Von diesen Einrichtungen werden Leistungen für bewegungseingeschränkte Bewohnerinnen und Bewohner von den Pflegegruppen angefordert.

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2. Größe und Art der Pflegeeinrichtung

Das Psychiatrische Pflegeheim verfügt über insgesamt 101 Plätze in neun Pflegegruppen, die sich auf drei Häuser verteilen.
Baulich und von der Einrichtung her sind die Häuser so angelegt, dass kleine überschaubare Pflegegruppen ein wohnliches Milieu mit einer familiären Atmosphäre bieten und gleichzeitig den unterschiedlichen Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner bezüglich ihrer Pflegebedürftigkeit Rechnung tragen.
Alle Häuser des Psychiatrischen Pflegeheimes sind durch beschilderte, alten- und behindertengerechte Zugänge sicher zu erreichen. Eine direkte Zufahrt zu jedem Haus ist ebenfalls gegeben.
Der Strukturstandard der Einrichtung ist aus dem beiliegenden Raumprogramm ersichtlich.

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3. Ausstattung der Pflegeeinrichtung

Zimmer: In allen Häusern wird den Bewohnerinnen und Bewohnern folgende Grundausstattung zur Verfügung gestellt:

 

Gemeinschaftsräume und Flure
Die Ess- und Wohnzimmer sind zweckentsprechend und bewohnergerecht eingerichtet. Jedes Wohnzimmer ist mit TV-Video- und Stereoanlage über Kabelanschluss ausgestattet.Alle Flure sind mit Handläufen versehen.


Sonstiges
In den mehrgeschossigen Häusern sind Aufzüge, Rufanlagen und Funktelefon vorhanden. In allen Bewohnerinnen- und Bewohnerzimmern sind Brandmelder sind installiert.

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4. Zielsetzung der Pflegeeinrichtung

Das Psychiatrische Pflegeheim erbringt Leistungen nach folgendem Leitbild:

 

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5. Pflege- und Betreuungskonzept

Unser Pflege- und Betreuungskonzept beruht auf biologischen, psycho- logischen und sozial-pflegerischen Erkenntnissen und baut auf den Aktivitäten des täglichen Lebens und der individuellen Situation der Bewohnerinnen und Bewohner auf.
Unsere Konzeption wird von dem Leitsatz:
Hilfe zur Selbsthilfe
nach dem Pflegemodell der Selbstfürsorge von OREM geprägt.
Dorothea Orem definiert Selbstfürsorge als die Ausübung von Handlungen, die der Mensch in seinem Interesse zur Erhaltung seines Wohlbefindens, seiner Gesundheit und seines Lebens ausführt und/oder anstrebt.
Vor dem Hintergrund der "Hilfe zur Selbsthilfe" übernehmen wir unter Wahrung einer weitestgehenden Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der Bewohnerinnen und Bewohner die Handlungen, die sie selbst nicht mehr ausführen können. Dabei erhalten und/oder fördern wir die vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten, um so eine Wohn- und Lebenssituation mit größtmöglichem Wohlbefinden herzustellen.



6. Wohnkonzept

In allen Pflegegruppen bemühen wir uns, den Bewohnerinnen und Be wohnern ein möglichst individuell gestaltetes, wohnliches Zuhause anzubieten.
Den Bewohnerinnen und Bewohnern wird möglichst viel Eigeninitiative bei der Möblierung und Ausgestaltung ihrer Zimmer eingeräumt. Das Einbringen von Teilen liebgewonnener Gegenstände ist möglich und erwünscht.
Durch unterschiedliche Farbgebung der verschiedenen Pflegegruppen und durch große Symbole an den Türen usw. wollen wir erreichen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner sich besser in ihrer näheren Umgebung zurechtfinden.
In den Gemeinschaftsräumen und Fluren wird durch Dekoration, Bilder, Blumen und Pflanzen etc. eine wohnliche und entspannende Atmosphäre geschaffen.

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7. Pflegeplanung/Pflegedokumentation

Mit jeder Bewohnerin und jedem Bewohner wird unter Einbeziehung der Angehörigen oder anderer an der Pflege Beteiligte eine individuelle Pflegeplanung erstellt.
Die vorhandenen Ressourcen und Fähigkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner werden evaluiert und durch eine aktivierende Pflege erhalten und gefördert.
Im Rahmen des Pflegeprozesses werden die individuellen Pflegeziele festgelegt, die Pflegemaßnahmen in der Pflegeplanung dokumentiert und in regelmäßigen Abständen überprüft und angepasst.
Die Pflegedokumentation wird sachgerecht und kontinuierlich durchgeführt. 

Allgemeine Pflegeziele sind:

Die Kommunikation der Bewohnerinnen und Bewohner miteinander wird gefördert.

Den Wünschen und Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner wird dabei Rechnung getragen.

 

8. Qualifikation der Pflegekräfte

Die Qualifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entspricht der Heimpersonalverordnung. Ein leitender Mitarbeiter hat eine Weiterbildung zur Pflegedienstleitung, die übrigen leitenden Mitarbeiter und Mitar- beiterinnen haben alle einen Lehrgang "Leitung einer Station/Gruppe" mit Erfolg absolviert.
Auszubildende der Kranken- und Altenpflege, Vorpraktikanten und Zivildienstleistende werden ebenfalls eingesetzt.

 

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9. Fort- und Weiterbildung

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Psychiatrischen Pflegeeinrichtung haben die Möglichkeit, an den allgemeinen Fortbildungsmaßnahmen, die von der LVR-Klinik Bedburg-Hau angeboten werden, teilzunehmen. Im Programm werden darüber hinaus auch spezielle Veranstaltungen für die Pflegeeinrichtung angeboten.


10. Arbeits- und Dienstzeiten

Die wöchentliche Arbeitszeit der einzelnen Mitarbeiter und Mitarbeiter- innen schwankt zwischen 16 und 38,5 Stunden pro Woche.
Im Rahmen der Bezugspflege werden die Dienstpläne der einzelnen Wohn- gruppen flexibel gehandhabt. Sie orientieren sich an der Pflegebedürftig- keit und berücksichtigen die individuellen Gewohnheiten der Bewohnerinnen und Bewohner. Hierdurch versuchen wir, einen möglichst der Normalität entsprechenden Tagesablauf zu gestalten.

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